Wieviel verdient eine Stadträt:in?
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#177 | 13.1.2026 | Online lesen | Unterstützen

WNTI Wintibrief

Sebastian Galli

Guete Morge :)

Nicht über sein Gehalt zu sprechen, gehört in der Schweiz noch immer zum guten Ton. Doch während die meisten auf Nachfrage mit einem «Gaht di nüt ah» antworten können, haben Politiker:innen diese Option nicht. Umso besser – kürzlich fragte uns ein Leser: «Was verdienen eigentlich unsere Stadträte?» Die kurze Antwort ist: ziemlich viel. Aber schauen wir uns mal ein paar Zahlen an. Schliesslich bewerben sich bei den anstehenden Wahlen ganze 13 Leute um einen dieser gut bezahlten Sitze.

Platzhalterbild vom WNTI Team

Hiervon kriegen Winterthurer Stadträt:innen einiges. (Bild: wikicommons)

Wer die Website der Stadt durchforstet, findet die Lohntabelle für städtische Angestellte. Laut einem Beschluss des Gemeinderats von 2002 erhalten Winterthurer Stadträt:innen 105 Prozent des maximalen Salärs der höchsten Lohnklasse. Das sind 258’337 Franken pro Jahr. Stadtpräsident Mike Künzle (Mitte) bekommt obendrauf noch einen Präsidialzuschlag von zehn Prozent – also 284’171 Franken. Kein schlechtes Gehalt – auch im Vergleich mit den anderen Schweizer Grossstädten. Nur in Basel und Genf werden Mitglieder der Exekutive noch besser entlöhnt. In der Rheinstadt erhielten Regierungsräte – wie Mitglieder der Exekutive in Basel heissen – 2024 im Schnitt 313’000 Franken. Diesen Ausreisser nach oben erklärt die Stadt damit, dass die Stadtregierung von Basel zugleich die Kantonsregierung ist. Genf ist mit einem Durchschnittslohn von 267’070 Franken deutlich näher an Winterthur. In Lausanne gibt es knapp tausend Franken mehr. Mit Abstand am besten verdienen die Winterthurer Stadträt:innen allerdings, wenn das Gehalt pro Einwohner:in ausgerechnet wird. So gibt es für Mike Künzle und seine Kolleg:innen 2.14 Franken pro Kopf – deutlich mehr als in den anderen Städten.

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Wie erklären die Empfänger:innen selbst ihren Lohn? Laut Mike Künzle können diese Zahlen nur bedingt miteinander verglichen werden. Anders als in den anderen Städten sei es Winterthurer Stadträt:innen nicht gestattet, ihre Nebenverdienste zu behalten. Bis vor einigen Jahren flossen diese noch in den Hans Sträuli-Fonds, inzwischen gingen sie aber vollumfänglich in die Kasse der Stadt. «Nebeneinkünfte mitgerechnet kämen unsere Kollegen wohl auf ein ähnliches Gehalt wie unseres, wenn nicht mehr», sagt Künzle. Aber es sei natürlich ein guter Lohn, das sei ausser Frage – der Job habe es allerdings auch in sich. Unter der Woche würden seine Sitzungen in der Regel um 8 Uhr beginnen, vor den Ferien eher eine Stunde früher. Wieder zu Hause sei er gegen 22 Uhr. Dazu kämen meist noch mehrere Termine am Wochenende. Er beklage sich aber nicht, sagt Künzle – nicht nur des Lohnes wegen. «Es ist ein schöner Job und ich mache ihn gerne.» Wer Stadtrat werden möchte, müsse sich aber bewusst sein, dass das Privatleben deutlich eingeschränkt wird. Deswegen sei der vergleichsweise hohe Lohn auch gerechtfertigt. «Unter dem Strich stimmt’s», sagt Künzle.

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Künzle tritt im März nach zwanzig Jahren im Stadtrat nicht wieder zur Wahl an. Mit 61 ist der abtretende Stadtpräsident noch nicht im Pensionsalter. Er wird aber nicht mittellos in den Ruhestand starten. Einerseits, weil über die Jahre wohl der eine oder andere Fränkler im Sparschwein gelandet sein dürfte. Andererseits, weil die Stadt Winterthur ihren abtretenden Stadträt:innen bis zum 63. Lebensjahr noch ein Ruhegehalt zahlt.

So oder so: Für das Busbillett nach Oberwinterthur wird es reichen.

Rubrik: Was lauft?
  • Neuer Präsident für Panathlon Winterthur: An der Generalversammlung des Vereins wurde die ehemalige Badminton-Olympiateilnehmerin Santi Suter-Wibowo für die nächsten zwei Jahre ins Präsidium gewählt. Sie folgt auf Marcel Ochsner. Der Verein richtet unter anderem die Winterthurer Sportehrung am 26. Februar in der Axa Arena aus.

  • Winterthurer Firmen fühlen sich wohl: Die Auswertung der Unternehmensbefragung von House of Winterthur zeigt: 70 Prozent der Winterthurer Unternehmen sind zufrieden mit dem Standort Winterthur. Somit blieb der Wert dieses Jahr stabil, liegt aber noch immer unter seinem Hoch von knapp 87 Prozent aus dem Jahr 2023. Als grösste Herausforderung wurde der Preisdruck genannt. Im Vorjahr war es der Fachkräftemangel. Trotzdem geben 41 Prozent an, eher stark bis sehr stark von letzterem betroffen zu sein. Besonders spürbar sei es im Bereich der Produktion und des Handwerks.

    Sieben Prozent der Firmen haben vor, das Personal zu reduzieren – das sind knapp drei Prozent mehr als im Vorjahr. Trotzdem blicken fast 80 Prozent positiv auf das Geschäftsjahr 2026. Die Investitionen bleiben weiterhin etwa gleich hoch. Entscheidende Faktoren für Winterthur als Standort seien die Nähe zum Kunden, privater Wohnsitz und die bessere Verkehrsanbindung. An der Online-Befragung nahmen 293 Firmen teil, im Vorjahr waren es nur 124. Repräsentativ ist die Umfrage nicht – sie soll als «Stimmungsbild» betrachtet werden. (ks)


  • Sesseltanz beim KSW: Auf Ende 2025 trat der Chief Medical Officer (CMO) des KSW Prof. Dr. Cornel Sieber zurück. Wie das Kantonsspital nun in einer Mitteilung schreibt, trat Dr. Philipp Bühler am 1. Januar vorübergehend bis Ende Jahr seine Nachfolge an. Zuvor war Bühler Chefarzt und Leiter des Zentrums für Intensivmedizin am KSW.


  • Mattenbach bekommt eine Migros: Wie der Detailhändler in einer Mitteilung schreibt, hat heute der Umbau für die neue Filiale an der Tösstalstrasse 139 begonnen. Zuvor fand sich dort eine Spar-Filiale. Ihre Schiebetür öffnet die neue Migros zum ersten Mal am 16. März.

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Rubrik: Wegbegleiter

WNTI stellt euch bis am 8. März alle Kandidat:innen für den Stadtrat vor. Heute als Interview mit:

Luca Trivignio, Stadtratskandidat (Parteilos)

Luca Trivignio, wieso kandidieren Sie für den Winterthurer Stadtrat?

Ich lebe schon mein ganzes Leben in Winterthur. Es ist mein Zuhause. Nun ist für mich der Zeitpunkt gekommen, Verantwortung zu übernehmen und etwas zurückzugeben – mit konkretem Engagement. Die Politik ist dafür der richtige Ort.

Was qualifiziert Sie denn für den Stadtrat?

Was mir an politischer Erfahrung fehlt, mache ich mit langjähriger Erfahrung in verschiedenen Verwaltungen wett. Ich bin deshalb bestens mit den internen Mechanismen und Abläufen vertraut. Als Projektleiter für Entwicklung und Strategie bei der Gemeinde Bassersdorf balanciere ich Bedürfnisse verschiedener Anspruchsgruppen, verwalte Ressourcen und trage Verantwortung für Ergebnisse. Im Stadtrat wird «gschaffet». Es ist ein Gremium, das zusammenarbeitet und nach pragmatischen Lösungen sucht, statt zu politisieren. Das passt zu mir.

Wie beurteilen Sie ihre Wahlchancen?

Das ist schwierig abzuschätzen. Ich weiss, dass sie kleiner sind als bei etablierten Kandidierenden. Alles, was ich tun kann, ist, an meine Möglichkeiten zu glauben, mich mit Engagement einzubringen und dafür zu arbeiten.


Dieser Wegbegleiter ist nur ein Ausschnitt aus dem Interview. Das Ganze liest du hier:

Ayayay, für diesen Wintibrief habe ich so oft das Wort «Stadträt:in» in all seinen Formen geschrieben, dass ich es schon fast nicht mehr sehen kann. Ich werde aber noch etwas durchbeissen müssen bis zu den Wahlen. Ich hoffe, du musst heute nicht durchbeissen und dein Tag flutscht geschmeidig in den Feierabend.

Bis bald,

Sebastian von WNTI

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