Die stärkste Frau von Winti?
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#188 | 28.1.2026 | Online lesen | Unterstützen

WNTI Wintibrief

Maria Wyler

Volle Kraft voraus…

Die Schweiz hat noch nicht viele olympische Gewichtheberinnen gesehen. Aber die Beste, die sie je gesehen hat, ist Scheila Meister. Die 38-Jährige wuchs in Wülflingen auf und verbringt ihre Tage in einem CrossFit-Studio in Oberi.

Scheila Meister ist schwanger – und das unübersehbar. In gerade mal ungefähr neun Wochen erwartet sie ihr erstes Kind. Und trainiert noch zehn Stunden pro Woche. «Lange nicht so viel wie vorher – eher wie ein normaler Mensch», sagt sie. «Ich werde von einer Physiotherapeutin begleitet, die sich darauf spezialisiert hat, mit schwangeren Leistungssportlerinnen zu arbeiten. Mein Training wird jede Woche angepasst», erzählt die Winterthurerin. Angst habe sie keine. Auch nicht davor, zu viel an Muskelmasse und damit Gewicht zu verlieren. «Wenn ich nach der Geburt etwas leichter bin, komme ich in eine andere Gewichtsklasse – dann kann ich vielleicht auch schneller wieder an meine Erfolge anknüpfen», lacht sie. In ihrer aktuellen Gewichtsklasse muss sie insgesamt 190 Kilogramm stemmen, um sich für die EM zu qualifizieren. Aber nicht auf einmal. Es gibt zwei Disziplinen: Reissen und Stossen.

Scheila Meister holte an der EM 2023 den vierten Platz. Das ist die bisher beste internationale Platzierung einer Schweizerin in 70 Jahren Gewichtheben. Seither erhält der Verband mehr Fördergelder. (Bild: zvg)

Der Hauptunterschied liegt darin, wie die Hantel vom Boden über den Kopf gebracht wird. Beim Reissen wird die Hantel in einer einzigen, durchgehenden Bewegung vom Boden direkt über den Kopf gebracht. Das Stossen besteht aus zwei Teilen: Beim Umsetzen wird die Hantel vom Boden auf die Schultern gehoben. Beim Ausstossen drücken die Athlet:innen sie von den Schultern über den Kopf. Wie Scheila ihre Kilogramm aufteilt, ist ihr überlassen. Beim Reissen liegt ihr Rekord bei 88 Kilo. Beim Stossen hielt sie bereits 110 Kilo – ihr doppeltes Körpergewicht.

«Es geht auch um Technik. Kraft allein reicht nicht.»

Scheila Meister, Gewichtheberin

Früher war der Winterthurerin Sport nicht so wichtig. Erst mit 27 fing sie an, CrossFit-Trainings zu besuchen, und da nahm es ihr ziemlich schnell den «Ärmel ine». Damals arbeitete sie noch bei Ochsner Sport im Büro. Als der Erfolg einsetzte und die Trainingseinheiten zunahmen, bekam sie von Ochsner Sport ein Sponsoring, um weniger arbeiten und mehr trainieren zu können. Heute arbeitet Meister im CrossFit Gleis 10 in Oberi. Dort hat sie ihre eigene Trainingsecke – an der Wand hängt ein lebensgrosses Bild von ihr, welches ihr Freund und Trainer als Überraschung vom Winterthurer Künstler Davide Rotondaro machen liess.

Ganz entspannt mit Babybauch: In diesem Bereich des Studios verbringt Scheila Meister einen Grossteil ihrer Zeit. Im Hintergrund das Bild von Davide Rotondaro, alias Roti. (Bild: Maria Wyler)

Im Schweizer Kader der Gewichtheber:innen sind zurzeit zwölf Personen. Nur drei von ihnen nehmen an internationalen Wettkämpfen teil. Gewichtheben sei nicht wirklich ein Teil der Schweizer Sportkultur, meint Meister. Bisher habe es an Nachwuchs gefehlt – das verändere sich aber mit dem CrossFit als Trend. «Ich trainiere auch Kinder, unter anderem gerade eine Zehnjährige, die sehr talentiert ist.» Was heisst talentiert? Ist das nicht einfach eine Frage der Kraft und Disziplin? Meister erklärt: «Die Körpermasse spielt eine Rolle, die Voraussetzungen können genetisch günstig oder ungünstig sein. Und es geht auch um Technik. Kraft allein reicht nicht.»

Das Ziel von Scheila Meister ist es, nach der Geburt auf die internationale Bühne zurückzukehren. Druck mache sie sich aber keinen. (Bild: Maria Wyler)

Zum Erfolg gehört auch die richtige Ernährung. Da würden es die Athlet:innen verschieden handhaben, so Meister. «Ich schaue lieber das ganze Jahr hindurch, statt kurz vor dem Wettkampf noch Extra-Kilos wegschwitzen oder abtrainieren zu müssen. Schwerer sein bedeute immer mehr Arbeit – wegen der Gewichtsklassen. Diese wechseln alle fünf bis sieben Kilo. Die Sportlerin isst hauptsächlich Reis, Poulet und Gemüse. «Wenn ich nicht zu sehr variiere, muss ich das Essen nicht immer wägen, weil ich mit der Zeit weiss, was wie viel wiegt», sagt sie. Also keine Pizza? Kein Döner? «Pizza gibt es nach dem Wettkampf», so Meister. Kürzlich war sie mit Freund:innen im neuen Restaurant Rosen am Lagerplatz. Als sie als einzige keinen Döner bestellte, fragte die Bedienung nach. Das Rosen-Team war so beeindruckt, dass sie Meister ein Sponsoring anbieten wollten.

Für die WM 2023 reiste Meister in die saudi-arabische Hauptstadt Riad. (Bild: zvg)

Rubrik: Winti liebt (*bezahlte Partnerschaft)

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Rubrik: Was lauft?
  • 4000 Eigentümer:innen erhalten falsche Infos: Stadtwerk versandte in den vergangenen Tagen einen Informationsbrief, in dem rund 4600 Eigentümerschaften und Verwaltungen über gesetzliche Neuerungen und die bevorstehende Abschaltung der Rundsteuerung aufgeklärt werden sollten. Die Technologie ermöglichte dem Energieversorger bisher, grosse Verbrauchsgeräte wie Boiler in Privathaushalten aus der Ferne an- und abzuschalten. Im Schreiben enthalten: Eine Auskunft, welche Liegenschaften konkret betroffen sind. Doch diese wurden bei rund 4000 Adressat:innen vertauscht, wie die Medienstelle auf Anfrage bestätigte. «Wir bedauern diesen Fehler ausserordentlich und entschuldigen uns für die Umstände.» Die Betroffenen erhielten in den nächsten Tagen einen neuen Brief mit den korrekten Angaben.

Auszug aus dem Schreiben an die 4600 Eigentümerschaften. Der Datenschutz ist jedoch gewährleistet, im Brief standen blosse Adressen ohne Eigentümerangabe. (Bild: zvg)

  • Auf und davon: Wie die Stadt gestern mitteilte, gibt es bei der Leitung Bildung einen Wechsel. Manuel Rehmann, Leiter Bildung, Bildungsteam Nord, habe die Schulpflege Winterthur darüber informiert,  dass er seine Stelle per 30. Juni 2026 kündige – und mit seiner Familie nach Lateinamerika auswandern werde. Die Stelle werde demnächst öffentlich ausgeschrieben.


  • Thermalbaden in Winti: Am kommenden Samstag wird vor der Halle 710 im Eulachpark ab 15 Uhr ein Badebrunnen eingeheizt. Der Plausch soll einen Vorgeschmack auf den permanenten Thermalbrunnen geben, der möglicherweise in Oberi realisiert wird (WNTI berichtete). Mit dem Projekt soll Abwärme, die sonst verloren ginge, für mehr Gemeinschaft im Quartier sorgen. 187 Stimmen erhielt das Quartierprojekt in Oberwinterthur, einen «Startbatzen» bekam es bereits von der Stadt. Brunnen+ ist eine Initiative aus der Winterthurer Bevölkerung und wird unter anderem durch die ZHAW fachlich begleitet.


  • Weniger Einsätze: Laut dem Departement Sicherheit und Umwelt rückten die Einsatzkräfte von Schutz & Intervention Winterthur (SIW) im vergangenen Jahr 943 Mal aus. Das seien acht Prozent weniger Einsätze als im Vorjahr. Ebenfalls zurückgegangen sei die Anzahl geleisteter Diensttage des Zivilschutzes. Die Feuerwehr von Schutz & Intervention Winterthur sei 2025 zu insgesamt 943 Einsätzen ausgerückt, wobei je ein Fünftel der Einsätze auf Brandalarme zurückzuführen sei. Besonders seien die  Brände im Hochhaus Römertor in Oberwinterthur, sowie der in einer Garage in der Grüze gewesen.


Rubrik: Was zur Wache?!

Raser auf zwei Rädern


Am Montagnachmittag entwischte ein 17-jähriger Schweizer mit seinem E-Scooter der Stadtpolizei, als diese ihn wegen überhöhter Geschwindigkeit kontrollieren wollte. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd – während der der junge Lenker mehrere Vortrittsregeln missachtete, über Rot fuhr und sich in den Gegenverkehr begab – konnten die Einsatzkräfte ihn schliesslich anhalten. Dies teilte die Polizei gestern mit. Der Jugendliche werde wegen seinen Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz und Hinderung einer Amtshandlung angezeigt.

Rubrik: Wahr gesagt (Kolumne)

Kraftorte von Martin Frischknecht

Paradies der Stehrumchen

In einer gewiss alten, aber keineswegs nur guten Zeit gab es etliche Läden, die liefen als «Handlungen». Für Eisen-, Strick- und Colonialwaren. Daneben gibt es heute noch Handlungen, deren Angebot derart divers ist, dass der Name des Besitzers herhalten muss, um den ganzen Krempel auf einen Nenner zu bringen. «Otto's» mit über 140 Filialen operiert unter diesen Vorzeichen.

Was gibt es dort zu kaufen? Fast alles. Doch um das Sortiment in Erfahrung zu bringen, musst du rein in den Laden und die Gestelle von vorn bis hinten ablatschen. Vielleicht hast du was Bestimmtes gesucht, und es nicht gefunden. Mit leeren Händen trittst du in der Regel aber nicht zur Kasse. Weil es immer etwas gibt, das dich überrascht – und es grad so günstig war.

Madal Bal am oberen Graben ist so ein Laden im Taschenformat. Taschen gibt es dort ebenfalls zu kaufen. Aber auch farbiges Emaillegeschirr, Seifen, poppige Brillenetuis, Blech- und Kartonschachteln, Nippfiguren, Glückwunschkarten, flauschige Frottierwäsche, dicke Wintersocken … Wenn ich im Januar Geburtstag hätte, würde ich wohl regelmässig mit Zeugs von hier bedacht. Weil es nach etwas aussieht und den Geldbeutel wenig belastet. Es ergäbe sich eine Sammlung dessen, was in Deutschland liebevoll als «Stehrumchen» bezeichnet wird.

Die Leute von Madal Bal wollen mehr. Sie haben eine Mission. Ihr Guru lächelt von einem Bild neben der Kasse. Sri Chinmoy (1931–2007) war ein anspruchsvoller indischer Meister, der sich selbst unablässig zu Höchstleistungen antrieb. Beim Gewichtheben, beim Dichten, beim Musizieren, beim Tennisspielen, beim Malen – fortwährend übertraf er sich selbst.

Der Name des Ladens bedeutet «innere Kraft». Zu kaufen gibt es die zwar nicht. Doch die, die ihn betreiben, schreiten mit leuchtendem Vorbild voran.

Martin Frischknecht veröffentlicht «SPUREN – Magazin für Spiritualität und Ökologie» und praktiziert verschiedene Formen von Meditation. Zugezogen aus Zürich, fühlt er sich Winterthur heute so sehr verbunden, dass er die Kraftorte hier kennt.

Das Naheliegendste, was ich dir jetzt für den Tag wünschen kann, ist viel Kraft. Und nicht vergessen: Auf die Technik kommt es an. Falls du dich also energielos und müde fühlst, brauchst du vielleicht einfach eine gute Strategie – niemand von uns läuft immer auf Hochtouren.

Machs guet,

deine Maria

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